Boris Bukowski – „Gibt´s ein Leben vor dem Tod“

VÖ am 20. Oktober 2017
Live am 3. November in der Grazer Generalmusikdirektion, und am 16. November in der Szene Wien!

„Die Frage aller Fragen ist: war es das?/War das schon alles oder kommt noch was?/
Sitzen wir am Ende noch im falschen Boot?/Und: gibt´s ein Leben vor dem Tod?“
(„Gibt´s ein Leben vor dem Tod?“)

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Diese Fragen stellt uns Boris Bukowski im Titelsong seines neuen Albums, er präsentiert sich dabei mit dessen 13 Stücken in bestechender musikalischer Form, inhaltlich auf  (manchmal zwinkernder) Augenhöhe mit dem vielbeschworenen Zeitgeist. Bukowski kommentiert und karikiert mit seinen Texten gekonnt und pointiert den mitunter galoppierenden Wahnsinn unserer Tage, fühlt gleich mit dem Opener „money“ scharfzüngig mit seiner unverkennbaren Stimme dem goldenen Kalb Geld auf den moralisch morschen Zahn und zeigt, dass er keine Lust hat den hektischen Tanz darum bedingungslos mitzumachen.

Es wäre verführerisch bei „Gibt´s ein Leben vor dem Tod?“ von einem Alterswerk zu sprechen. Bei dem aus der Steiermark stammenden Wahlwiener Boris Bukowski, der seinen 70er mit einem Tandemsprung aus dem Flugzeug feierte, führt dieser Begriff nur fast zwangsläufig in die Irre und wird der vorliegenden, dynamischen und spannenden, durch und durch heutigen, oft dringlichen Musik nicht gerecht. Ja, da ist Nachdenklichkeit und gelassene, wache Reflexion („Wenn die Musik aufhört zu spielen“), die eingestandene Melancholie des Liebenden („Mein Herz schlägt immer noch nach dir“, mit der wunderbaren Zeile „Und ich kann dich zu jeder Zeit auch bei Dunkelheit mit geschlossenen Augen sehen“), aber da sind auch Energie und kritische Reibung („Diese Stadt“, „Nur ein Kopierfehler in der Evolution“, „Wir leben auf der Aschenbahn“), Überschwang („Die schönste Sünde“) und Humor („Hör!“).

Das alles im Kontext der Kunst eines lebenserfahrenen Musikers, der sich durch das viele schon Erlebte und Gemachte nicht den Zugang und nicht die Lust auf das noch zu Erlebende und das noch zu Machende verbauen läßt. Am ohrenfälligsten gerät diese traumwandlerische Balance, dieses musikalische Surfen entlang der Schnittstellen von Gestern, Heute und Morgen mit „Kokain 2017“, ein Bukowski-Standard, mit Produzent Bernd Heinrauch ins Jahr 2017 geholt. Es ist wunderbar passend, dass Boris Bukowski sein erstes Studioalbum seit 18 Jahren, auf dem eigenen Run For Fun Label veröffentlicht, mit dem Lied „Kunst ist Leben“ abschließt. Wie ein Credo bekräftigt es die (glückliche!) Lebenswahl des studierten Juristen Bukowski – die Musik! Ausgehend von einem Zitat des Künstlers Joseph Beuys verleiht es dem Album als Ganzes noch zusätzliche Kohärenz. „Kunst ist Leben und Leben ist Kunst/wir alle sind Künstler und die Welt gehört uns.“

Der Zusammenhalt, der Fluss des Albums sind überhaupt phänomenal. Schlicht erstaunlich, wie es Boris Bukowski gelingt mit seiner Stimme und seinem Material die langjährige Arbeit, die unterschiedlichen Studios und die 26 (!!!) beteiligten Musiker_innen und Produzenten  in eine sinnliche und logische Ordnung zu bekommen, eben keinen kreativen Fleckerlteppich abzuliefern. Wir hören 13 differenziert realisierte Songs, die zusammen gehören und so zusammen klingen, als würden sie genau jetzt!, genau so! klingen müssen. Die hochkarätigen Beiträge von unter anderem Depeche Mode Drummer Christian Eigner, Niko Stoessl, den Sängerinnen Gina Charito und Jacqueline Patricio, Wolfgang Schlögl, Bukowskis Liveband Bunte Hunde, den Bläsern von Parov Stelar, Bernd Heinrauch und vielen anderen bis hin zu Ernst Molden, der sich lustvoll an der fundamentalen Religions/Kirchen-Kritik von „Im Namen Gottes Amen“ beteiligt, verhelfen dem jeweiligen Song zu einem Maximum an Wirkung.

Dabei ist das keine auf billigen Effekten aufgebaute Musik, die um rasches Gefallen buhlt, die Lieder haben Tiefe und Seele, lassen den Hörer_innen subtil den Platz, ihren eigenen Zugang zu der Musik und den Geschichten Bukowskis zu finden. Dieser hat mit Erfahrung – Boris Bukowski hat mit Magic 69 am Fundament der österreichischen Popmusik mitgebaut und ihr als Solokünstler diverse Highlights und Hits verschafft – und ungebrochenem künstlerischen Abenteuergeist seiner Diskographie mit „Gibt´s ein Leben vor dem Tod?“ ein spätes Prunkstück verpasst. Dabei ist sich Boris Bukowski als „zeitlos Zeitgenössischer und Meister des Understatements“ treu geblieben, wie ihn sein Kollege Ronnie Herbholzeimer liebevoll und treffend charakterisierte.

Ja, es gibt ein Leben vor dem Tod, und was für eins!

 

Mehr über Boris Bukowski auch auf Facebook, www.bukowski.at und auf Wikipedia.

Hörproben:

01 money(makes a rainy day sunny)

02 gibt´s ein Leben vor dem Tod

03 wenn die Musik aufhört zu spielen

04 diese Stadt

05 hör!

06 mein Herz schlägt immer noch nach dir

07 die schönste Sünde

08 wir leben auf der Aschenbahn

09 im Namen Gottes Amen

10 nur ein Kopierfehler in der Evolution

11 Kokain2017

12 hör(Wolfgang Schloegl) Bonus Track

13 Kunst ist Leben

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©: Peter Korrak
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© Peter Korrak 2017
www.korrak.com
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