Boris Bukowski – „Gibt´s ein Leben vor dem Tod“

VÖ am 20. Oktober 2017

Einer der Pioniere der österreichischen Rock- und Popgeschichte meldet sich mit einem Album zurück, das wahrscheinlich so einige erstaunt. Bukowski, mit 71 Doyen der österreichischen Musikszene, präsentiert sich darauf musikalisch als einer der Jüngsten. Seine Hits wie „Trag meine Liebe wie einen Mantel“ oder „Fandango“ hat er weit hinter sich gelassen. Hier zeigt er eindrucksvoll auf, dass er inzwischen längst woanders angekommen ist.

Cover und Fotos zum Runterladen           Hörproben aller Songs

Mit Musikern und Mitproduzenten wie Depeche Mode Drummer Christian Eigner, Niko Stoessl, den Musikern seiner Band „Bunte Hunde“, oder I-Wolf Wolfgang Schloegl (Sofa Surfers) hat er eine Arbeit hingelegt, die hören lässt, dass er „ein zeitlos Zeitgenössischer und ein Meister des Understatements“ ist.

Die Worte sind prägnant und knapp und zielen darauf ab, dass die Botschaft erst im Ohr des Hörers fertig ausgeformt wird, von wo sie sich in Synapsen weiter vernetzt und neue Ableger bildet, die oft erst später ihre Wirkung entfalten. Texte, die bleiben, wenn die Musik aufhört zu spielen.

Die minimalistische Instrumentierung, die mit eindrucksvollen Sounds und treibenden Beats eine Stimme mit höchstem Wiedererkennungswert einbettet und allen Raum für die Botschaft lässt, kleidet einen, der viel zu sagen hat, ins neueste Soundkleid.

Bukowski begann sein Bühnenleben während des Gymnasiums mit 15 als Drummer (u.a. mit „Music Machine“) Nach seiner Promotion zum Dr. iur. wechselte er bei seiner Gruppe „MAGIC“ ans Mikrofon und veröffentlichte drei Longplayer.

Danach kamen acht Solo-Alben; für seine LP „100 Stunden am Tag“ (mit Drummer Curt Cress und Peter Gabriel`s „Sledgehammer“-Bassisten Tony Levin) bekam er Gold und verfehlte knapp Platin. 1992 spielte er eine Hauptrolle in einem Film von Peter Patzak. Seine Klassiker wie „Fritze mit der Spritze“ oder „Kokain“ laufen seit Jahrzehnten im Radio und gelten als Kult.

2013 erschien sein Anekdotenbuch „unter bunten Hunden“ in dem Bukowski mit Witz und Selbstironie aus seinem Musikerleben erzählt.

Bei der heurigen Diagonale in Graz zeigte der Regisseur und Filmemacher Markus Mörth ein 80-minütiges Filmporträt von Boris Bukowski.

Wahrscheinlich hat er im Lauf seiner fast sechs Bühnenjahrzehnte seine Qualitäten nicht aufdringlich genug ins Schaufenster gestellt, um in die allervorderste Reihe der Verkaufsregale zu gelangen – aber er hat sich dadurch auch nicht abgenützt (Zitate: Ronnie Herbolzheimer).

Und zu seinem Siebziger legte er sich auch nicht in ein Wellnesshotel, sondern sprang aus 4200 Metern im Tandem aus dem Flugzeug. Fürs Sprungvideo hier klicken. So rastlos, neugierig und motiviert wie eben einer, der zwar zeitlose Meilensteine gesetzt hat, aber immer noch der Meinung war, sein bestes Album noch nicht abgeliefert zu haben.

Zum vierzigjährigen (!) Geburtstag seines Titels „Kokain“ gibt es auf dem Album einen Remix von Bernd Heinrauch; für eine russische Coverversion wurde die Genehmigung erteilt.

Mehr über Boris Bukowski auch auf Facebook, www.bukowski.at und auf Wikipedia.

Hörproben:

01 money(makes a rainy day sunny)

02 gibt´s ein Leben vor dem Tod

03 wenn die Musik aufhört zu spielen

04 diese Stadt

05 hör!

06 mein Herz schlägt immer noch nach dir

07 die schönste Sünde

08 wir leben auf der Aschenbahn

09 im Namen Gottes Amen

10 nur ein Kopierfehler in der Evolution

11 Kokain2017

12 hör(Wolfgang Schloegl) Bonus Track

13 Kunst ist Leben

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Albumcover
©: Peter Korrak
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