Kleist – Familie Schroffenstein

Premiere: 15. Februar 2018

Weitere Termine:
16. / 22. / 23. / 28. Februar
05. /06. / 07. /12. / 13. / 17. / 21. März
11. / 18. / 23. April
Regie: Fabian Alder

Bühne: Kaja Dymnicki / Fabian Alder
Kostüme: Katharina Kappert
Besetzung: Sophie Stockinger, Simon Morzé, Birgit Linauer, Ljubisa Lupo Grucic, Ursula Anna Baumgartner, Benjamin Vanyek, Florian Stohr

„Wie viel Not und Elend hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Zäune eingerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: Hütet euch, auf diese Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.“

Jean-Jaques Rousseau

Mit der Eröffnungsproduktion „DRACULA“ des Bronski und Grünberg Theaters im November 2016 wurde die Angst vor dem Unbekannten, Fremden, Anderen als das eigentliche Böse und Bedrohliche in den Fokus gestellt. Dass diese Thematik aktueller denn je ist, zeigt Regisseur Fabian Alder an der Wahl seiner neuen Inszenierung. Mit „KLEIST _ FAMILIE SCHROFFENSTEIN“ holt er einen Text ins Heute und auf die Bronski Bühne, der die Ursünde Gier als das Hindernis für ein friedliches Zusammenleben beschreibt.

Agnes und Ottokar, die Kinder zweier verfeindeter Clans, verlieben sich ineinander. Doch ihre Liebe führt zu keiner Versöhnung. Unaufhaltsam werden sie in den Konflikt ihrer Eltern hineingezogen und zahlen am Ende mit ihrem Leben. Viel zu spät müssen sich ihre Väter die Frage stellen: Was ist Besitz eigentlich wert?

Rührende Liebesszenen finden sich neben brutalen Beschreibungen von Gewalt. Und manchmal wird die Liebe selbst zum Gemetzel. Die Figuren scheinen permanent unter Strom zu stehen. Immer kurz vor dem Ausbruch, sind sie von gewaltigen Leidenschaften getrieben, die sie selbst nicht verstehen. Gott ist ihnen ein Rätsel. Staunend und fassungslos schauen wir ihnen zu und vergessen viel zu oft: Sie sind wie wir.

„Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen.“

Wie werden Brüder zu Feinden? Kleists Stück stellt die Frage, wie Konflikte zwischen Gruppen entstehen und welche Mechanismen diese Konflikte wachsen und eskalieren lassen. Und die Antworten, die er gibt, haben sich in den letzten 200 Jahren nicht verändert: Es ist die Angst seinen Besitz und seinen Platz in der Welt – der als eine Art natürliches Recht betrachtet wird – zu verlieren. Oder die Sorge um seine Lieben. Es zieht die Furcht vor dem Anderen, dem Fremden nach sich. Jenes Bedrohliche, das man von vornherein in Verdacht hatte.
Diese Angst wächst, wird von den Herrschenden gezielt geschürt, Gerüchte breiten sich aus, Lügen werden zu Wahrheiten, persönliche Unzulänglichkeiten führen zu politischem Handlungsdruck. Längst spielt keine Rolle mehr, was denn die Tatsachen sind.
Die Fiktion hat die Realität bereits rechts überholt.
Diejenigen, die zur Besonnenheit raten – die Humanisten und Weltverbesserer – werden von den Ereignissen überrollt und müssen am Ende feststellen, dass ihre hehren Absichten in einer dreckigen Welt zu nichts führen. Zum Schluss liegt diese Welt in Trümmern und keiner ist da, den man dafür verantwortlich machen kann.

Mit einem großartigen und prominent besetzten Ensemble stellt sich Fabian Alder all diesen Fragen und zeigt den Aktualitätsbezug, indem er nah an Kleists Text bleibt. Und schnell wird die goldscheinende Bronski Bühne zu jener schmutzigen Welt, die uns den Spiegel vorhält.

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©: Andrea Peller
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©: Philine Hofmann
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