Peter Draxl – Papa Peinlich

Erscheinungstermin: 5. März 2018
Milena-Verlag
Pippi und der Rock’n’Roll-Daddy

Über Katzenpölster, „Stranger Things“ und was am Grabstein stehen soll

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Peter Draxl hat ein Buch geschrieben: „Papa Peinlich“. Untertitel: „Der Rock’n’Roll-Daddy und sein Teenager“. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Aus zwei Leben gegriffen und niedergeschrieben. Pippi und Papa.

Rock’n’Roll-Daddy? Wie wird man das? Einfach auf die Harley hocken, Krach machen, das Schlagzeug hauen, bis „Highway To Hell“ zu erkennen ist, und sich literweise Tinte in die Haut jagen lassen? So einfach geht’s nicht. Vielmehr ist es ein Potpourri aus hart und zart, wild und still, und dabei auch ganz bewusst ein wenig dated wirkend, wiewohl dies auch zum Teil nur Fassade ist. Daddy ist viel digitaler, als sich das auf den ersten Blick vermuten lässt. Hinter dem analogen Aufzug des RR-Daddy steckt ein Technik-Nerd vor dem Herrn. Ein Early Adopter. Einer, der seinem Kind die smarte Welt erklärt, und nicht umgekehrt, wie es heutzutage meist Usus ist. Aber das ist eine andere Geschichte als die des das Leben seines Kindes begleitenden Rock’n‘Rollers, dessen Spezies schon seit ewigen Zeiten der baldige Tod prophezeit wird, der aber nie eintritt, weil die Legionen der Living Dead auch heute noch stetigen Zulauf haben. I hope I die, before I get old – das gilt schon lange nicht mehr.

Den Rock’n’Roller hat sich Peter Draxl nicht einfach so selbst ins Stammbuch geschrieben. Vielmehr hat er sich im Dienste des R&R auch über zwanzig Jahre lang ernährt. Recorded Music Business. Bis ins Top-Management von Universal Music hat er es gebracht und der R&R war stets dabei mehr als der Soundtrack der Arbeitswelt. Geliebt. Gelebt. Niedergeschrieben.

Pippi ist heute 15 Jahre alt. Ein aufgewecktes Teenager-Mädchen. Die Tochter zweier Recorded Music People. Mama und Papa waren beide für EMI tätig. Als Pippi zur Welt kam, da war die Plattenwelt noch in Ordnung. Der Laden brummte und CDs galten noch nicht als Auslaufmodell. Die Lebenswelt der Eltern spielt sich seit Jahren auf zwei Planeten ab. Planet Mama und Planet Papa, und Pippi springt so seit langer Zeit durch ihre Galaxis. Pippi heißt eigentlich anders, aber sie will ihren Namen nicht mit jenem Buch in Verbindung gebracht sehen, in dem sich im Grunde alles um sie dreht. Um die Erlebnisse, die Pippi und Daddy auf dem Planet Papa erlebt haben und über die nun zu lesen ist. „Kindi, Prinzessin, Goldlöckchen“, nennt sie Draxl, und wenn das Wort „Prinzessin“ fällt, verzieht Pippi das Gesicht, denn so hat sie die Zahnärztin immer genannt, und Zahnärzte tauchen eher selten in Verbindung mit angenehmen Erinnerungen auf.

„Das ist mein Papa, er hat das coole Buch geschrieben.“

Café Ansari, Wien. Georgisch-orientalische Küche. Pippi hat einen Teller Humus vor sich. In der Tasse kühlt Tee vor sich hin. Papa klaut ihr die dazugehörigen Gurken. Wie war Pippis Reaktion, als sie davon erfuhr, dass Daddy ein Buch über ihr gemeinsames Leben schreiben möchte? „Ich hab’s cool gefunden“, sagt sie. Einfach machen. Auf nichts warten. Schreiben. „Das ist es, was mir an meinem Vater immer schon gefallen hat, dass er einfach das tut, was er will, sein Zeugs durchzieht. Und irgendwann haben wir begonnen, in unseren Erinnerungen zu kramen und sie aufzuschreiben.“

Wenn nun das Buch auf dem Markt erscheint, Medien sich interessieren und Pippi darauf angesprochen wird, ob sie nicht diejenige sei, welche? Das wäre kein Problem. „Dann sage ich: Das ist mein Papa, er hat das coole Buch geschrieben.“ Noch Fragen?

Dass der Peter Draxl Talent zum Schreiben hat, ist schon seit Langem klar. Nur der „Draxl“ stand nie als Autor unter den Zeilen. Da musste stets ein Pseudonym her, denn der Peter Draxl, den man via Google mit einem Klick sofort findet, schöpfte eben auf einer anderen beruflichen Baustelle. Unter Pseudonym schrieb er bisher über sein Leben. Kolumnen erschienen und blieben nicht unbeobachtet. Eines ergab das andere. Jetzt das Buch.

Pippi und Papa. Die Tochter steht auf Deutschrap, der Vater auf Glam-Rock der 80er und 90er Jahre. Netflix und seine Serien zieht man sich gemeinsam rein. Seinen Tattoos steht sie mittlerweile gelassen gegenüber. „Am Anfang war ich voll dagegen. Er hat es mir zwar erklärt, aber seine Motive verstehe ich bis heute nicht. Doch wenn es für ihn eine Bedeutung hat, dann soll er es machen“, sagt sie, die sich selbst nur dann unter die Nadel legen würde, „wenn das Motiv eine echte Bedeutung hätte.“

Glam-Rock, die Harley, die Tattoos … Pippi und die Männerwelt ihres Papas. Klappt das gut? „Der Papa lebt gar nicht in einer Männerwelt“, lacht sie und schiebt ein, „der ist eher eine Tussi“ nach. Papa protestiert umgehend: „Tussi!? Wieso? Nur weil es bei mir sauber und aufgeräumt ist?“ Pippi lacht, „Du hast Katzenpölster daheim und Lichterketten. Überall.“ Also wie jetzt? No Son of Anarchy? Stattdessen „Stranger Things“ auf Netflix und Katzenpölster? „Auch Kerle mögen Katzenpölster“, sagt Peter und ja, es ist ein ganz normal-schräges Familienleben, welches sich auftut. Ich frage sie jede Woche, ob sie einen Freund hat, und Pippi antwortet dann energisch mit: „Papa, bitte nicht.“ Was geht’s ihn auch an? Pippi ist auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Der bisher zurückgelegte Weg findet sich in Ausschnitten in diesem Buch. Gedruckt. Auf Papier. Das lässt sich nicht einfach löschen. Bücher in den Müll zu werfen, ist ohnehin ein Sakrileg. Also wird das Buch die Tochter ihr ganzes Leben lang begleiten. Sie wird es ihren eigenen Kindern und Enkeln zeigen und selbst in die Situation kommen, peinlich zu sein. Das ist einfach so. Papa peinlich aber mit jeder Faser des Herzens geliebt hat.

Es ist ein Vater-Tochter-Buch. Gemeinsame Erlebnisse aus der Sichtweise des Vaters. Garniert mit Erinnerungen der Tochter. Subjektives Erleben.

Wenn Daddy auf seinem höllenlauten Motorrad die Nachbarn nervt und durchs Land kurvt, hat Pippi da keine Angst, dass sich der Alte dabei einmal selbst überhebt? „Diese Frage habe ich ihr auch schon gestellt. Weil, man weiß ja nie …“, sagt Daddy. Konkret: „Was würdest du auf meinen Grabstein schreiben?“ Pippi brauchte nicht lange nachzudenken: „Da steht dann „Peter Draxl“, das Datum und darunter: „Verkackt!“

Andy Zahradnik, Journalist, Freund und Wegbegleiter

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Cover
©: Patricia Weisskirchner

 

 

 

 

 

 

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