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VÖ: 26. Juni 2026Cover und Fotos Tracklisting und Hörproben |
“Ich muss nicht in den Urlaub, ich muss da hin, wo ich herkomme”, sagt Esther Graf. Ein überraschender Satz von der jungen Frau, die gerade eine der erfolgreichsten Stimmen des deutschsprachigen Pop ist. Einige hätten sie eher auf Bali als in Kärnten vermutet, aber die 27-Jährige ist nicht nur an dieser Stelle kein klassischer Popstar. Mit beeindruckender Konzentriertheit, Energie und Bodenhaftung hat sie ihr zweites Album “wofür es sich zu leben lohnt” auf die Beine gestellt, zwischen ihrer österreichischen Heimat, ihrer Wahlheimat Berlin und, immerhin, Sizilien. Vom vielbesagten Fluch des zweiten Albums ist keine Spur, vielleicht ist es endlich Zeit, die alten Geister der Vergangenheit zu überlassen und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Die ist im Fall von Esther Graf mehr als beeindruckend, denn der Track Record ihrer Karriere liest sich wie ein Märchen vom anderen Stern. Sie taucht zuverlässig in den wichtigsten Playlisten und Medien wie Vogue, Die Zeit oder auf dem legendären Billboard am New Yorker Times Square auf, wo Esther eines der Gesichter der Spotify-„Equal“-Kampagne war. Mit über 112 Millionen globaler Streams ist Esther Graf die meistgestreamte Österreicherin und hat 2025 Nominierungen für den MTV Europe Music Award in der Kategorie „Best Austrian Act“, die 1Live Krone als „Bester Newcomer Act“, und den YouTube Award für das „Most Watched Music Video“ erhalten.
“wofür es sich zu leben lohnt” ist ein wichtiger Meilenstein in Esther Grafs Karriere, eine Art Schlüsselwerk zu ihr als Künstlerin und ihren kreativen Kernthemen. Es wäre nur die logische Konsequenz gewesen, nach dem energischen Debüt “happy worstday” noch lauter zu werden oder mit dem Nachfolger auf die altbekannte “Nun bin ich erwachsen geworden”-Route abzubiegen. Aber Esther Graf hat einen anderen Weg gewählt: Mit “wofür es sich zu leben lohnt” ist sie jünger geworden, befreiter, leichter. Nicht weniger meinungsstark oder leiser, aber es ist ihren Texten und den Arrangements deutlich anzuhören, dass sie sich an vielen Stellen befreit hat von alten Belastungen, Konventionen und Ideen davon, wie sie als Musikerin zu sein oder zu klingen hat. Stattdessen dominieren Spaß, emotionale Offenheit und kreative Selbstbestimmtheit. Auf die Frage, welches Gefühl Esther Graf mit diesem Album verbindet, hat sie eine einfache Antwort “Dankbarkeit”. Für ihr Umfeld, ihre Produzenten, ihre Mitmusiker:innen, ihre Features, ihr Team und natürlich vor allem ihre Fans, die sie seit den ersten Live-Auftritten 2021 begleiten und mittlerweile eine riesige Fanbase im ganzen DACH-Raum geworden sind. Auch der Sommer 2026 ist bereits voll mit Festivalterminen, unter anderem wurden bereits Southside und Hurricane bestätigt.
Bereits der Opener “wie schön” vereint alles, was Esther Grafs künstlerische Identität ausmacht: die markante Stimme, die an genau den richtigen Stellen leuchtet oder bricht, die präzisen Texte und die geschliffene, eingängige Melodie. Perfekt unperfekter Pop. “dafür war es echt” destilliert als eine Art core track die Albumbotschaft in einen Satz, denn so perfekt der Pop ist, das Leben selbst ist es selten. Nach einem gemeinsamen Höhenflug folgt die Bruchlandung und das Einzige, was bleibt, sind die Narben der aufgeschürften Knie – aber dafür war es echt. Die Kunst liegt eben darin, auch für die Niederlagen dankbar zu sein, nicht sofort, aber irgendwann. Nicht irgendwann, sondern ganz bald schon ist das Hochgefühl in Aussicht, die Songs des Albums live hören zu können und diese ganz eigene Energie mit vielen anderen zu spüren. Die Verbindung zu ihrer Community ist für Esther Graf online und offline ein wichtiger Aspekt in ihrer Arbeit. Anders als viele Artists ihrer Generation empfindet sie Social Media nicht als weiteren Job oder energiefressende Mental Health-Falle, sondern eine weitere Möglichkeit, sich mit ihrer Fanbase zu connecten und weitere Facetten von sich und ihrem Universum zugänglich zu machen. Den souveränen Umgang damit hat sie über die Jahre gelernt und zeigt damit auf positive Weise, dass eine gesunde Balance zwischen Privat und Öffentlich durchaus möglich sein kann.
Überhaupt ist Connection ein zentrales Element von Esther Grafs Arbeitsprozess und unweigerlich auch in ihren Texten. Die Verbundenheit zu ihrer Heimat bedeutet auch, mit Artists wie NESS zu kollaborieren, die sie schon lange aus der österreichischen Musikszene kennt und schätzt. Viele der Songs auf “wofür es sich zu leben lohnt” sind in Österreich entstanden und durch die Erfahrungen des ersten Albums hat sich auch ihr Songwriting noch einmal weiterentwickelt. “Ich habe mehr Wege gefunden, Gefühle zu kanalisieren”, sagt Esther Graf und erklärt damit die stilistische Diversifizierung, die in allen Tracks deutlich hörbar ist. “Pirouetten” erinnert mit seiner uptempo Arschtrittenergie noch am ehesten an den Sound des Debüts, das melancholische “wenn’s am schönsten ist” schafft die Gratwanderung zwischen sanfter Wehmut und innerem Vorwärtsdrang.
Der erwähnte verjüngte Sound kommt in “Kleinstadt brennt” zum Tragen, einer Hommage an Esther Grafs eigene Jugend, ihre Clique und eine Zeit in ihrem Leben, in der dumme Ideen und gemeinsame intensive Momente wichtiger waren als alles andere. Es ist eine erfrischend positive Art, Coming of Age zu erzählen, denn neben der oft besungenen Verwirrung, Orientierungslosigkeit und unerfüllten Hoffnung kann diese Lebensphase auch geprägt sein von einer unvergleichlichen Unbeschwertheit, die Esther Graf hier zu kanalisieren gelungen ist. Insgesamt findet sich auf dem Album ein ausgewogener Mix aus Pop, Indie-Rock und fast schon retro anmutenden Balladen, die an den Vibe von 2000er-Roadmovies erinnern mit ihren dominanten Bassläufen und verträumten Snynthie-Flächen – POV: Kopf aus dem Autofenster, Haare im Nachtwind und einfach irgendwo hinfahren.
Der Closing Track “nach hause” rundet dann nach rund 40 Minuten Spielzeit das Album auf einer sanften Note ab. “Ich lieb’ wer ich sein darf und solang es mich gibt, mach ich weiter, doch grade will ich einfach nur nach Hause” singt Esther Graf. Da ist sie wieder, Dankbarkeit, gepaart mit Heimweh und einer großen Wertschätzung für ihre Wurzeln – und im besten Fall wird dieser Track, dieses Album auch ein Zuhause für ihre vielen Hörer:innen da draußen. Dennoch sollte eine letzte Frage nicht unbeantwortet bleiben: Wofür lohnt es sich denn nun zu leben? “Die Leidenschaft, die man in sich trägt”, sagt Esther Graf, “Die Liebe zur Musik ist es für mich, aber jeder Mensch besitzt da etwas anderes. Das Leben ist zu lang, um es mit Dingen zu verbringen, die keinen Spaß machen”. Umso besser, dass sie uns mit diesem Album einen freundlichen, vor allem aber tanz- und feierbaren Reminder geliefert hat, die wichtigen Dinge des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren. Denn ja, manchmal muss man dahin, wo man herkommt. Und wenn das nicht geht, hilft meistens Musik. Diese zum Beispiel.
Der Album-Pre-Order hat bereits begonnen. Parallel zum Pre-Order wird es verschiedene physische Produkte geben, darunter ein Bundle mit exklusivem Magazin und ein besonderes Trikot-Bundle (https://esthergraf.lnk.to/weszll).
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Hörproben:
01 wie schön
02 dafür war es echt
03 pirouetten
Hörprobe folgt
04 nirgendwen x NESS
05 sicherheit
Hörprobe folgt
06 darüber schlafen
07 Hooligans feature?
Hörprobe folgt
08 das sollte ich sein
Hörprobe folgt
09 was ich fühl
Hörprobe folgt
10 presslufthammer DANI LIA x YOLA
Hörprobe folgt
11 wofür es sich zu leben lohnt
Hörprobe folgt
12 kippenlänge
13 ohne meine Freunde (feature?)
Hörprobe folgt
14 kleinstadt brennt
Hörprobe folgt
15 alle stricke reißen
Hörprobe folgt
16 sag nichts
Hörprobe folgt
17 wenn´s am schönsten ist
Hörprobe folgt
18 nachhause
Hörprobe folgt






