The Schick Sisters, Album „Close Together“

VÖ: 24. Jänner 2020

 

 

 

 

 


Live-Präsentation im Radiokulturhaus am 30. Jänner 2020, Beginn: 19.30 Uhr

Cover und Fotos          Hörproben


The Schick Sisters – ‚Close Together‘ oder zurück in die Zukunft

Das Eine geht, das Andere kommt. Was bleibt, ist die innere Einstellung zu dem was man tut, fühlt, spürt. Nun haben sich die ‚Dornrosen‘ ein frisches Spielfeld gesucht, in dem sie unter dem Namen ‚The Schick Sisters‘ musikalisch andere Wege gehen.

Es ist vieles, aber wahrlich keine Überraschung. Katharina, Christine und Veronika Schicho haben ihr Publikum bereits seit längerem darauf vorbereitet, dass das mit den ‚Dornrosen‘ ein Ende finden wird. Es war kein harter Schnitt, sondern ein behutsames „bei der Hand nehmen“ jener Menschen, die sie als Kabarettgrößen über Jahre gefeiert haben. In kleinen Dosen wurden seit Monaten am Ende der Dornrosen-Shows schon Kostproben – pardon ‚Appetizer‘ – der neuen Songs, der geänderten Musikstile, der englischen Texte – vorgestellt. Der Umstieg auf ‚The Schick Sisters‘ kam daher für Fans und Freunde der Schwestern nicht überfallsartig.

Neu erfunden haben sich die Schichos jedoch nicht. Der Beginn ihres musikalischen Tuns, der liegt ziemlich genau dort, wo sie jetzt wieder hin- und zurückgefunden haben. Drei Stimmen singen leichtfüßige, handgemachte, aufs Wesentliche reduzierte Popsongs. Die Kraft der Lieder liegt in ihrem so geradlinigen, wie fein ziselierten und gewobenen Zusammenspiel, welches weit über bloßes Komponieren und Texten hinausgeht. Und das kommt nicht von ungefähr.

Das Theatercafé in Graz ist das Nest, in dem alles seinen Lauf nahm. Papa Fritz Schicho, selbst Musiker und kreativer Freigeist, hat nicht nur das Lokal vor Jahrzehnten aufgebaut, sondern das ‚bauen‘ darf hier auch durchaus wörtlich genommen werden. Vater und Großvater zimmerten die erste Holzbühne für das Lokal. Höchstselbst. Und diese Bretter erlebten wahrlich Kulturgeschichte. Das Theatercafé war Quell von Inspirationen der unterschiedlichsten Art und stand Pate dafür, wie sich Katharina, Christine und Veronika in Zukunft entwickeln sollten. Pop. Rock. Folk. Songwriting. Von Jugend an viel probiert, den eigenen Weg gesucht, teils gefunden, wieder verworfen, erste erfolgreiche Duftmarken gesetzt. Auszeichnungen wie der Songwriting Award der AKM (1994) oder der gewonnene Liedermacherwettbewerb der Austro Mechana (1997) waren die Bestätigung für reifendes Talent. Der weitere Weg ist mittlerweile österreichische Musikgeschichte und die Kabarettbühne ein erfolgreicher Teil davon.

‚The Schick Sisters‘ ist – und das muss doppelt unterstrichen werden – kein Side-Project der ‚Dornrosen‘ sondern ein weiterer Karriereabschnitt. Nicht neu, sondern ebenso sensibel vorbereitet wie frisch gesponnen, wurzelnd in einer Songwriter-Tradition, die aus unterschiedlichen Genres schöpft. Als Oberbegriff darf ‚Akustikpop‘ herhalten. Aber das hatscht, inspirieren sich doch The Schick Sisters aus Folk, Jazz und den Sixties ebenso wie aus der großen Schule des französischen Chansons. Gekonnt bündeln sie das alles unter einem Dach und geben dem nun entstandenen Werk ihre eigene Prägung und den Namen ‚Close Together‘, der es genau auf den Punkt bringt.

In engem Zusammenspiel ist das Album entstanden. Text. Musik. Mit dem Komponisten, Dirigenten und Arrangeur Gerd Hermann Ortler stand den Schwestern in der Rolle des Music Directors ein mehrfach international ausgezeichneter Meister seines Fachs zur Seite. Es ist schon große Kunst, Arrangements mit relativ wenigen Instrumenten so voll klingen zu lassen, wie das auf dem Erstlingswerk der Schick Sisters gelungen ist.

Und alles fußt in einem ganz besonderen Kraftfeld: der Familie. Close Together ist keine Marketingworthülse, sondern das Leben – so wie es bei Schichos eben spielt. Geht es ans Proben so ist das kein automatischer Ablauf, kein einfaches Weiterhanteln von Song zu Song im Proberaum, sondern ein Musizieren im Familienverband mitten im Wohnzimmer. Da spielen die Kinder daneben, die dann auch zu Rasseln und anderen Instrumenten greifen, mitsingen, mitsummen oder mit Bausteinen den Takt klopfen. Schwestern. Mütter. Musikerinnen. Künstlerinnen. Wie gesagt: ‚Close Together‘.

Das Album enthält neun Titel. Die Dreistimmigkeit dominiert und die Texte sind wohltuend positiv – in holprigen Zeiten eine geschenkte Ablenkung. Frieden. Liebe. Natur. Alles kitschbefreit und einfach nur schön. Man darf an dieser Stelle ein wenig an Simon & Garfunkel erinnern und das kommt nicht von ungefähr. Die Schwestern sind seit jeher Fans. Ob Art Garfunkel oder Paul Simon, die Unaufgeregtheit, mit der diese beiden Songwriter ihre Lieder entstehen ließen, sie den Menschen näherbrachten, die findet sich hier bei The Schick Sisters  – auf deren persönliche Weise – auch.

Der Verzicht auf jegliche Digitalklänge, die Verwendung von akustischen Instrumenten und das bereits erwähnte Reduzieren aufs Wesentliche haben ein schönes, in seiner Art analoges Album entstehen lassen. Einer der Songs auf der CD heißt ‚Human Being‘, ein anderer ‚Honesty‘ und wieder einer ‚Home‘. Über allen Liedern aber schwebt dieses ‚Close Together‘, der Titelsong. Das Schwesternlied. Es erklärt und erzählt eigentlich alles.

 

Andy Zahradnik


The Schick Sisters:

Katharina Schicho, Guitar, Vocals

Christine Schicho, Violin, Vocals

Veronika Schicho, Doublebass, Basedrum, Piano, Vocals

 

www.schicksisters.com

 

Hörproben:

Big Waves

Stories

You Fill My Heart

Home

When You´re Here

Close Together

Human Being

In The Woods

Honesty

 

Cover und Fotos:

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